PM Blau-Weiss – eine starke Truppe seit 1961!

Was 1961 als kleine Privatmannschaft in Fürth begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer festen Größe im Fürther Fußball. Nach vielen Erfolgen, Meisterschaften und legendären Vereinsfahrten ist Blau-Weiss damals wie heute fester Bestandteil des MTV Stadeln e.V. und spielt in der B-Klasse Nürnberg/Frankenhöhe. Was uns seit der Gründung ausmacht? Teamgeist, Kameradschaft und die Leidenschaft für Fußball – damals wie heute!

Gründung und frühe Jahre (ab 1961)

Im Jahr 1961 schlossen sich einige fußballbegeisterte Fürther zusammen und gründeten eine Privatmannschaft – die Blau-Weiss, die heute zum MTV Fürth gehört. Über diese frühen Jahre könnten die bis heute dem Verein angehörenden Ehrenmitglieder Ossi Ammerbacher – zur Zeit der Neugründung nicht nur Torhüter, sondern auch 2. Vorstand –, sowie „Ed“ Knoll und Willi Kümmerling sicher vieles erzählen.

Leider sind Ed Knoll, Willi Kümmerling und auch Gründungsmitglied Heinz Kasper inzwischen verstorben. Heinz Kasper war zwar kein Ehrenmitglied, blieb der Blau-Weiss aber bis zuletzt eng verbunden. Besonders erfreulich ist, dass seine Witwe Karin dem Verein bis heute die Treue hält.

Zu Beginn gehörte die Mannschaft den Burgfarrnbacher „Bären“ an und musste einige sportliche Rückschläge hinnehmen. Das erste Spiel gegen Tuspo Fürth III ging mit 0:7 verloren, und weitere Niederlagen folgten. Dennoch beschloss man, der damals bestehenden Povilaitis-Runde, einer Fürther Privatmannschaftsrunde, beizutreten, um einen geregelten Spielbetrieb aufzubauen.

Der Weg zum MTV Fürth (1968)

1968 schloss sich die Blau-Weiss dem MTV Fürth an, nachdem es mit dem ursprünglichen Hauptverein in Burgfarrnbach zu Differenzen gekommen war. Beim MTV fand die Mannschaft eine dauerhafte sportliche Heimat und gute Perspektiven für die Zukunft.

Die 1970er – erste sportliche Erfolge

Mit zunehmender Erfahrung stellten sich bald auch sportliche Erfolge ein. In der Saison 1973/74 feierte die Blau-Weiss ihre erste Meisterschaft – im damaligen Vereinslokal „Weiße Lilie“ am Grünen Markt, das vielen Fürthern bis heute ein Begriff ist.

Spieler wie Ammerbacher im Tor, der torgefährliche Knoll, der Taschentuch schwenkende Starverteidiger Kümmerling oder Schiegl, der über neun Jahre hinweg die meisten Treffer erzielte, prägten diese Ära. Sie standen jedoch nicht nur sportlich für den Verein – sie verkörperten auch die Kameradschaft und Feierkultur, die bis heute Teil der Blau-Weiss-DNA ist.

Umbruch und neue Generation (Ende der 1970er)

Ende der 1970er Jahre folgte ein großer personeller Umbruch. Die Gründungsmitglieder verabschiedeten sich aus dem aktiven Spielbetrieb und der Nachwuchs rückte nach. Viele dieser Spieler – Namen wie Wallerer, Bieberich oder die Brüder Feth – gehören dem Verein auch heute noch an und prägen ihn weiterhin.

Obwohl es in der jungen Mannschaft talentierte Spieler gab, stellten sich größere Erfolge nicht sofort ein. Aber die Geduld zahlte sich aus: Meisterschaften wie 1973/74, 1992/93, 1997/98, 2000/01 sowie 2002/03, der Sieg der Utting-Pokalrunde Gruppe B und der Pokalerfolg 1991 brachten die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur.

Das Rückgrat des Vereins – Trainer und Urgesteine

Ein wesentlicher Baustein dieses Erfolgs war die Kontinuität: Klaus Bieberich war seit 1979 bis zum Ende der Ära als Privatmannschaft Trainer – damals noch ein junger Mann, der quasi ins Amt „hineingeschubst“ wurde. Gemeinsam mit Spielern wie Willi Wallerer, der über 1100 Spiele für die Blau-Weiss bestritt, steht er wie kaum jemand für die Treue zum Verein.

Beim 60-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 wurde Klaus Bieberich für seine außergewöhnlichen Verdienste zum vierten Ehrenmitglied der PM Blau-Weiss ernannt.

Traditionen, die verbinden

Der gesellige Teil war bei der Blau-Weiss immer ebenso wichtig wie der sportliche. Bereits 1962, also ein Jahr nach der Gründung, wurde die erste Vereinsfahrt organisiert: Eine Schifffahrt auf dem Main nach Würzburg – für damalige Verhältnisse ein echtes Erlebnis. Diese Tradition wird bis heute fortgeführt. Jedes Jahr gibt es einen dreitägigen Ausflug innerhalb Deutschlands, an dem sowohl aktive als auch passive Mitglieder teilnehmen.

Auch das Vereinsleben wurde über Jahrzehnte hinweg von verschiedenen Sportkameraden geprägt – durch Höhen und Tiefen hindurch blieb eines konstant: die Kameradschaft. Sie ist der Grund, warum die Blau-Weiss bis heute besteht.

Letzte Erfolge als Privatmannschaft und Neuausrichtung (ab 2018)

Den letzten Titel als Privatmannschaft – Meister der Merl-Bau-Runde – errang die Blau-Weiss 2018. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch bereits absehbar, dass die Privatmannschaften in Fürth keine Zukunft mehr haben würden. Die Zahl der Gegner schrumpfte, ein geregelter Spielbetrieb war kaum noch möglich, und passende Alternativen gab es nicht.

2019 fiel daher die Entscheidung, nicht länger als Privatmannschaft anzutreten. Seitdem spielt die Mannschaft als MTV Stadeln e.V. Blau-Weiss in der B-Klasse Nürnberg/Frankenhöhe – und ist dort bis heute aktiv.

Sportliche Erfolge

  • 1974 Meister der Povilaitis-Runde
  • 1992 Sieger des Stadtpokales für Privatmannschaften
  • 1993 Meister der Fürther Privatpokalrunde
  • 1998 Meister der Fürther Privatpokalrunde
  • 2001 Meister der Fürther Privatpokalrunde
  • 2003 Meister der Fürther Privatpokalrunde
  • 2004 Meister der Utting Pokalrunde Gruppe B
  • 2018 Meister der Merl-Bau Runde

Ehrenmitglieder

  • Willi Kümmerling
  • Ossi Ammerbacher
  • Edmund Knoll
  • Klaus Bieberich